Lionel Tomm

ist freischaffender Künstler aus Hamburg, mit einer Hälfte als Performer auf der Bühne, mit der anderen Hälfte als Theatervermittler und als Leitung in Bühnenproduktionen. Musik, mit zahlreichen Eigenkompositionen, ein zentrales Element seiner Arbeit. Geboren 1989 bei Hamburg, lernte Lionel in selbstverwalteten Jugendhäusern und bei den Pfadfindern Kreativität und Soziales zu verbinden. In zahlreichen Bands und Jugendtheatergruppen wurde der künstlerische Grundstein für sein heutiges Handeln gelegt. Er studierte bis 2015 Theater im Sozialen und schloss 2018 den Masterstudiengang Performance Studies ab. Heute arbeitet er als Performer im Kollektiv wirvier, als Schauspieler und als Theaterregisseur für Jugendliche und junge Erwachsene. Jeden Sommer entwickelt er mit 50 Schüler*innen in Potsdam ein Theaterstück zu jugendpolitischen Themen. Als Performer stand er 2018-2019 international in Brett Baileys Installation Sanctuary auf der Bühne. Als Schauspieler 2020 in der Ballhaus-Ost Produktion ‚Wald der verlorenen Väter‘, sowie seit 2022 fortlaufend in der Musiktheaterproduktion DAS ERBE mit inzwischen über 20 Gastspielen im deutschsprachigen Raum.

Seit 2017 arbeitet Lionel als Vermittler im Bereich Schauspiel und Performance. Dafür sucht Lionel stets vielseitige Felder auf: jährlich 2-3 Jugend(schul)projekte, freie Workshopformate für Jugendliche und Erwachsene, sowie methodisches Training für Theaterlehrkräfte. Dabei stehen die Förderung von Spielfreude und das Finden individueller Zugänge für eine gelungene Performance im Zentrum seiner Methodik.
Ein anderer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt in der künstlerischen Befragung von Machtverhältnissen und in der Entwicklung von Beteiligungsformaten. 2019 fuhr er dafür mit dem Performance-Kollektiv Glitch AG ins thüringische Waltershausen und eröffnete dort ein performatives, durch den Bund gefördertes Kulturwunschamt, zur kulturellen Belebung des ländlichen Raums. 2021 eröffnete er mit wirvier das 'Amt für Superkräfte' in der Fußgängerzone Hamburg Altonas, wo in Zusammenarbeit mit Schulen, Initiativen und der Nachbarschaft Superkräfte und Sehnsüchte des Stadtteils sichtbar gemacht wurden. Aus den Ergebnissen dieser Arbeit entwickelte er mit wirvier eine Bühnenperformance die auf Tide TV und auf dem STAMP Festival gezeigt wurde.

2022 und 2023 widmete sich Lionel der künstlerischen Reichtumsforschung, Ressourcenverteilung und Chancengleichheit mit dem Projekt "Helft den Reichen". 2023/24 bearbeitete er mit 250 Hamburger Jugendlichen Fragen rund um unser kulturelles, finanzielles, historisches und planetares Erbe, mit Performances auf dem Platz der Kinderrechte, sowie im JUPITER Hamburg. Für 2024-2025 wurde Lionel im Programm Art as Social Practice der Hessischen Theaterakademie angenommen und bildet sich in mehreren Modulen für eine Wirksamkeit der Künste im Sozialen weiter.

Finde mehr über die Arbeit von Lionel auf www.lioneltomm.de heraus.

Foto: Farina Mietchen

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